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Lagerung wassergefährdender Stoffe

Leistungsbeschreibung

Wassergefährdende Stoffe können feste, flüssige und gasförmige Stoffe sein, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers zu verändern. Dazu gehören Säuren, Laugen, Halogene, Schwermetallverbindungen, Mineral- und Teeröle, flüssige und wasserlösliche Kohlenwasserstoffe und Gifte. Gemäß dem Wasserhaushaltsgesetz § 19 werden wassergefährdende Stoffe mittels Verwaltungsvorschrift näher bestimmt und entsprechend ihres Gefahrenpotentials für Mensch und Umwelt in Wassergefährdungsklassen eingestuft.

Ziel ist es, angemessene Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Gewässer beim Umgang mit diesen Stoffen, z.B. beim Lagern, Umfüllen, Herstellen, Verwenden und Befördern zu treffen. Wer Anlagen zum Lagern, Abfüllen, Herstellen und Behandeln wassergefährdender Stoffe einbaut, aufstellt, unterhält oder betreibt, hat dies der Wasserbehörde anzuzeigen.

Unter diese Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen fallen:

  • Heizöllageranlagen, Tankstellen, Altöllager
  • Anlagen zur Lagerung von Jauche, Gülle oder Silosickersaft,
  • Festmistlagerstätten

Unter- bzw. oberirdische Lageranlagen mit einem Volumen von mehr als 1.000 l unterliegen innerhalb eines Wasserschutzgebietes einer alle zweieinhalb bzw. alle fünf Jahre wiederkehrenden Prüfpflicht durch Sachverständigenorganisationen. Unterirdische Anlagen außerhalb von Schutzgebieten sind alle fünf Jahre zu überprüfen, oberirdische Anlagen außerhalb von Schutzgebieten unterliegen einer einmaligen Prüfpflicht.
Im Landkreis Hameln-Pyrmont finden hauptsächlich Heizöllagerungen statt, des Weiteren werden vor allem an Tankstellen bzw. firmeneigenen Tankstellen (Eigenverbrauchstankstellen) und landwirtschaftlichen Betrieben Diesel- und Ottokraftstoff gelagert. Vereinzelt finden noch Lagerungen von Altöl und weiteren Stoffen statt. Hiervon waren ca. 3.100 Heizöllageranlagen überprüfungspflichtig.