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08.09.2021

Mehr als 60 Fachkräfte zu Insoweit erfahrenen Kinderschutzfachkräften qualifiziert

Gestern fand im großen Sitzungssaal des Hamelner Kreishauses die Übergabe der Zertifikate zur Insoweit erfahrenen Kinderschutzfachkraft (InsoFa) unter Beachtung der Hygieneregeln statt. An der Schulung nahmen seit letztem Jahr bisher insgesamt mehr als 60 Fachkräfte aus dem Jugendamt sowie von ambulanten und stationären Erziehungshilfeträgern teil.

Bereits zum dritten Mal konnte eine Zertifizierung zur Insoweit erfahrenen Kinderschutzfachkraft erfolgreich in diesem Sommer beendet werden. Im Rahmen von mehrtägigen Inhouse-Schulungen haben sich Mitarbeitende aus dem Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont sowie Mitarbeitende von den ambulanten und stationären Erziehungshilfeträgern aus dem Landkreis gemeinsam intensiv mit dem Thema Kinderschutz und der eigenen beruflichen Rolle auseinandergesetzt.

Von Seiten der Erziehungshilfeträger waren beispielsweise Arbeitsbereiche wie Sozialpädagogische Familienhilfe oder Wohngruppen vertreten. Der Landkreis Hameln-Pyrmont hat sich bewusst dazu entschieden, diese Fortbildungsreihe mit anschließender Zertifizierung gemeinsam mit Mitarbeitenden aus dem eigenen Haus aus den Sozialen Diensten sowie Mitarbeitenden von den Erziehungshilfeträgern durchzuführen.

Durchgeführt wurde die Qualifizierung vom Institut Lüttringhaus aus Essen, einem Fortbildungsinstitut für die Bereiche Soziale Arbeit, Eingliederungshilfe, Gesundheitswesen, Beschäftigungsförderung und Quartiersmanagement/Gemeinwesenarbeit.

Die Zertifizierung zur InSoFa findet als modularisierte Fortbildung statt und stellt somit die Voraussetzungen für eine Zertifizierung zur InsoFa sicher. Die Inhalte des Zertifikatskurses orientieren sich an den aktuellen rechtlichen und fachlichen Standards und qualifizieren für eine praxisnahe, fachliche Beratung im Kinderschutz.

„Ziel dabei ist es, im Kinderschutz eine gemeinsame Sprache zu sprechen und bestehende Kooperationen und Netzwerke weiter auszubauen. In den acht Fortbildungstagen wurde sich Inhaltlich intensiv mit den Themen rechtliche Grundlagen im Kinderschutz, Durchführung von Gefährdungseinschätzungen und Einordnen sowie Bearbeitung von Kinderschutzfällen auseinandergesetzt. Neben theoretischem Input ging es in der Fortbildung immer wieder um die Auseinandersetzungen mit anonymen Fallbeispielen aus der eigenen Praxis und dem Erlangen von Sicherheit in der Durchführung von Beratungen im Rahmen von kollegialen Gefährdungseinschätzungen“, erklärt Ulrike Schaper-Greve, Leiterin des Dezernates Jugend.

Neben der aktiven Teilnahme musste jeder Teilnehmer eine Abschlussarbeit sowie eine Abschlussprüfung ablegen, um die Fortbildungsreihe erfolgreich mit einem Zertifikat abzuschließen.

Neben der Fortbildungsreihe zur InsoFa, die 2022 erneut durchgeführt wird, verfolgt der Landkreis außerdem die Umsetzung des Präventionskonzeptes gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. In diesem Rahmen laufen in diesem Jahr zum Beispiel die Schulungen zum Erkennen von Anzeichen sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen.