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16.03.2021

Landkreis Hameln Pyrmont zur DEWEZET-Berichterstattung: »Nicht der Landrat ist das Problem, sondern die Impfdrängler«

Zum Artikel „Nach einem Monat verurteilt Landrat Adomat die Impfdrängler“ und dem Kommentar „Falsche Adresse“ in der DEWEZET vom 11.3.2021 ist aus Sicht des Landkreises folgendes richtig zu stellen: 

  1. Es ist nicht die Aufgabe des Landrats, die Geschäftsführung des Sana-Klinikums Hameln und andere sogenannte „Impfdrängler“ öffentlich zu rügen, auch wenn es die DEWEZET wünscht. Im Innenverhältnis der Gesellschafter wurde das Thema sehr wohl und auch deutlich besprochen. Der Vorwurf, dass der Landrat erst nach einem Monat darauf reagiert habe, ist deshalb aus Sicht des Landkreises gegenstandslos. 
  2. Es ist die Aufgabe der Geschäftsführung des Sana-Klinikums Hameln, die durch die vorzeitige Impfung einiger Verantwortungsträger ausgelösten öffentlichen Irritationen aufzuklären und sich in aller Form zu entschuldigen. Das gilt analog auch für andere Impfdrängler.  
  3. Die Meinung des Landrats zu Impfdränglern ist klar: „Sie nehmen Menschen, die die Impfung dringender benötigen und eine höhere Impfberechtigung haben, ein unter Umständen lebensrettendes Medikament unberechtigt weg. Das ist kein Kavaliersdelikt, auch wenn es der Gesetzgeber noch nicht unter Strafe gestellt hat. Für die Leitung eines Klinikums, das eigentlich für kranke Menschen zuständig ist, ist ein derartiges Verhalten besonders befremdlich.“
  4. Der Geschäftsführer hat sich beim Landrat entschuldigt und dieser hat die Entschuldigung akzeptiert. Das heißt aber keineswegs, dass der Landrat ein derartiges Fehlverhalten nachträglich billigt.   
  5. Im Kommentar wird kritisiert, dass dem DEWEZET-Redakteur manche Dinge zu lange dauern. Aus Sicht des Landkreises geht aber Qualität grundsätzlich vor Schnelligkeit. Das Management der Corona-Krise stellt alle politischen Ebenen vor große Herausforderungen. Besonders die kommunale Ebene und die Kreisebene müssen jeweils die Ankündigungen der Länder und des Bundes im Detail umsetzen. Das erfordert Zeit und einen hohen organisatorischen Aufwand, zumal sich die Vorgaben und Rahmenbedingungen permanent ändern. Der Landkreis ist seinem Selbstverständnis nach nicht zuerst für die Medien, sondern für die Menschen im Landkreis zuständig und nimmt diese Aufgabe sehr ernst.