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03.05.2021

Gemeinsam achtsam: Online-Fachnachmittag des Netzwerks Kinderschutz am 28.04.2021

Am 28. April 2021 fand unter dem Titel „Gemeinsam achtsam“ ein Online-Fachnachmittag des Netzwerks Kinderschutz zur Kinderschutzleitlinie S3 statt. Im Rahmen dieses 2. Dialogs von Medizin, Recht, Jugendhilfe und Pädagogik hat die Ärztin für Kinderschutzmedizin Frauke Schwier diese Kinderschutzleitlinie für die Beteiligten im Landkreis Hameln-Pyrmont vorgestellt. Frauke Schwier kommt von der Klinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Dresden und ist ehrenamtliche Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM).

Das Netzwerk Kinderschutz in Kooperation mit dem Netzwerk Schwangerenberatung und Frühe Hilfen hatte zu diesem Anlass Hameln-Pyrmonter Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen zu einem interdisziplinären Online-Dialog eingeladen. Diese Idee wurde von der Kreisverwaltung aktiv unterstützt. Die Kreisrätin Sabine Meißner eröffnete die Sitzung und dankte allen, die gemeinsam zu einer Verbesserung des Kinderschutzes beitragen wollen. Fortbildungen wie diese seien ein wichtiger Baustein zur Vernetzung und ein Baustein auf dem Weg zu einem „Gesamtsystem Kinderschutz“. Und die seit Anfang des Jahres neue Dezernatsleiterin Jugend Ulrike Schaper-Greve grüßte das Gremium ebenfalls und verwies auf das Buch von Dr. Ben Furman mit dem Titel: „Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben.“ Dieser Gedanke trägt den Kinderschutz.

Auf Bundesebene haben sich die vier Bereiche Medizin, Recht, Jugendhilfe sowie Pädagogik zusammengeschlossen. Diese Bereiche haben eine Leitlinie zur Abschätzung von Kindesmisshandlung, -missbrauch und -vernachlässigung erarbeitet. Die Erstellung der S3-Leitlinie war eine Entscheidung von 82 Fachgesellschaften und Bundesministerien, um übergeordnet Kindesmisshandlung erkennen und feststellen zu können. Auch sollten Handlungsempfehlungen zum Schutz und zur Förderung von Kindern und Jugendlichen generiert werden. Ziel der Leitlinie ist es, alle Fachkräfte aus den Bereichen des Gesundheitswesens, der Jugendhilfe und der Pädagogik für das Erkennen und den Umgang mit einer Kindesmisshandlung, -vernachlässigung oder einem sexuellen Missbrauch zu sensibilisieren und eine Weitervermittlung der Betroffenen in bedarfsgerechte Unterstützungsangebote zu befördern.

Passend zur Netzwerkarbeit auf Bundesebene zum Kinderschutz haben sich die an den hiesigen Netzwerken Kinderschutz, Schwangerenberatung und Frühe Hilfen teilnehmenden Institutionen aus unserem Landkreis präsentiert, um die Netzwerkarbeit zum Kinderschutz auf Landkreisebene darzustellen. Damit hat der Fachnachmittag das Wissen um Anbieter und Angebote gefördert. Wichtig war auch, Abläufe im Kinderschutz vor Ort mitzuteilen. Dafür wurden auch Übersichten von Fach-Angeboten und -Anbietern aus ganz Hameln-Pyrmont vorgestellt.

Insgesamt 100 Interessierte hatten sich zum Online-Fachnachmittag angemeldet, um über ihren Fachtellerand hinauszuschauen und im Rahmen des informativen Formats Neuigkeiten auszutauschen. Alle Interessierten, die nicht am Online-Fachnachmittag teilnehmen konnten, finden auf der Homepage des Landkreises ein Video der Veranstaltung: www.hameln-pyrmont.de/seiteaufderallessteht. Ebenfalls gibt es dort einen Verweis auf die S3-Leitlinie und ein Handout zum Vortrag von Frauke Schwier.