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30.03.2020

Chinaseuche als Todesursache von Wildkaninchen nachgewiesen

Veterinäramt rät Haltern von Kaninchen zur Impfung

Im Fall von zwei Wildkaninchen aus der Gemeinde Bad Pyrmont, die das Veterinäramt des Landkreises Hameln-Pyrmont an das Veterinäramt Hannover eingesandt hat, wurde Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD) Variante 2 als Todesursache bestätigt. RHD, auch Chinaseuche oder Hämorrhagische Kaninchenkrankheit genannt, ist derzeit die gefährlichste Kaninchenseuche. Diese lebensgefährliche und meist tödlich endende Viruserkrankung kommt weltweit bei Zucht- und Wildkaninchen, seltener bei Hauskaninchen vor. Eine Ansteckung erfolgt in erster Linie durch Kontakt von Tier zu Tier oder über die Aufnahme kontaminierter Pflanzen. Auch eine Übertragung über blutsaugende Insekten ist möglich.

Den Haltern von Hauskaninchen wird dringend empfohlen, ihre Tiere regelmäßig sowohl gegen RHD, als auch gegen Myxomatose impfen zu lassen. 

Auch Myxomatose (Kaninchenpest) kommt in vielen Regionen Deutschlands vor und betrifft sowohl Wild- als auch Hauskaninchen. Die Übertragung des Virus kann z.B. durch Mücken erfolgen. Nur eine Impfung kann Kaninchen von den beiden tödlich verlaufenden Erkrankungen schützen. Züchter sollten unbedingt auf einen guten Schutz vor Stechinsekten durch Fliegennetze an Fenstern und Türen achten. Kontakt zu Wildkaninchen und das Füttern mit Pflanzen von „Wildkaninchen-Wiesen“ muss vermieden werden. Beide Erkrankungen sind für andere Haustiere wie Hunde oder Katzen und auch Menschen nicht ansteckend. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit