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18.08.2021

Altablagerung Hastenbeck: Innenraumluft- und Deponiegasmessungen abgeschlossen

Im Rahmen einer durch den Landkreis Hameln-Pyrmont beauftragten Erkundung der vor mehr als 50 Jahren betriebenen Mülldeponie in Hastenbeck im Bereich Pommernweg/Hopfenbreite wurden 2018/2019 Kohlenstoffdioxid- (CO2-) und Methan- (CH4-) Gehalte in den abgelagerten Müllmassen festgestellt.

Diese beiden Gase entstehen typischerweise, wenn organische Bestandteile des Hausmülls biologisch abgebaut werden und entweichen häufig nur langsam aus den mit Luft gefüllten Poren der Müllablagerung. Da die erhöhten Gehalte teilweise nahe der Wohnbebauung auftraten, wurde in mehreren Wohngebäuden die Innenraumluft der Keller überprüft. CH4 wurde in den Gebäuden nicht nachgewiesen. Die Konzentration des zur Atmosphäre gehörenden CO2 wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Um einen möglichen Einfluss der Mülldeponie auf die Luftqualität in den Kellerräumen überprüfen zu können, ist daher eine größere Anzahl von Messdaten erforderlich.

Daher ließ der Landkreis Hameln-Pyrmont von März 2020 bis Februar 2021 Messungen der Gaskonzentrationen in drei Wohngebäuden und in der Altdeponie in unmittelbarer Nähe der Wohngebäude durchführen. Für die Messungen in der Innenraumluft wurde jeweils ein Messgerät in einem der Kellerräume angebracht, das die CO2-Konzentration stündlich aufzeichnete. Zudem wurden monatlich Luftproben aus der Altdeponie- und in den Kellerräumen entnommen und in einem Labor für Umweltschadstoffe auf die CO2- und CH4-Gehalte analysiert.

Im gesamten Jahresverlauf wurde kein CH4 in den Kellerräumen nachgewiesen. Die CO2-Gehalte in den Innenräumen lagen zu jedem Messzeitpunkt innerhalb der Schwankungsbreite üblicher Innenraumluftkonzentrationen. Ein direkter ursächlicher Zusammenhang zwischen den Gasen der Deponie und den Raumluftkonzentrationen wurde hierbei nicht festgestellt.

„Die Gaszusammensetzung der Altdeponie weist darauf hin, dass der Höhepunkt der Gasbildung bereits überschritten ist. Aufgrund des Alters der Deponie ist ein zukünftiger Anstieg der CO2-Konzentrationen nicht zu erwarten. Solange die Bausubstanz der Gebäude nicht beschädigt wird, ist daher langfristig in keinem der untersuchten Wohngebäude mit einem durch die Altdeponie ausgelösten Anstieg der CO2-Konzentrationen in den Innenräumen zu rechnen“, erklärt Torsten Röpke, Leiter des Umweltamtes.

Das Gesundheitsamt Hameln-Pyrmont bescheinigt auf Grundlage der bekannten Ergebnisse, dass die Kellerräume der Wohngebäude durch die Anwohner regelmäßig gelüftet werden sollten, um den seitens der CO2-Konzentration unbedenklichen Zustand zu erhalten. Weitere Maßnahmen werden derzeit als nicht zwingend erforderlich angesehen.

Die betroffenen Anwohner wurden vom Landkreis Hameln-Pyrmont über die Untersuchungsergebnisse informiert.

„Damit“, so Röpke abschließend, „sind die regelmäßigen Messungen für uns beendet.