Kanalisation

Leistungsbeschreibung

Jahrhunderte hindurch hat man das Abwasser im Boden versickern lassen oder in die fliessenden Gewässer eingeleitet und der natürlichen Selbstreinigungskraft vertraut. Heute ist es für uns nahezu selbstverständlich, dass unser Abwasser in das Netz der öffentlichen Kanalisation eingespeist wird. In der Kanalisation gibt es für Sammlung von Schmutz- und Regenwasser zwei unterschiedliche Verfahren: Das Mischsystem und das Trennsystem.
Beim Mischsystem fließen Regen- und Schmutzwasser in einen Kanal, Stauräume und Entlastungsbauwerke, in denen das Abwasser zurückgehalten werden kann, sorgen dafür, dass die Kläranlage bei starken Regenfällen nicht überlastet wird. Der Inhalt der Stauräume wird nach Regenende zur Kläranlage abgeleitet und dort biologisch gereinigt. Nur der Anteil, der das Rückhaltevolumen übersteigt, wird als stark verdünntes Mischwasser am Regenüberlauf in das Gewässer eingeleitet.

Das Trennsystem leitet jeweils das Schmutzwasser (z.B. Sanitärabwasser) zur Abwasserreinigungsanlage und das Regenwasser in separaten Kanälen direkt in ein Gewässer. Mitgeschwemmte Bestandteile werden in der Regel zuvor in Absetzbecken entfernt. In die Regenwasserkanäle dürfen über Straßengullys und Hofabläufe kein Schmutzwasser oder flüssige Abfallstoffe gelangen.

Die Wasserbehörde des Landkreises Hameln-Pyrmont überwacht u.a. die kommunalen Kanalisationen im Hinblick auf ihren ordnungsgemäßen Zustand und Betrieb. Die Abwassersysteme sind teilweise neu erstellt und werden laufend dem Stand der Technik angepasst.