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16.06.2021

Der Sommer kommt - Wie verhalte ich mich richtig bei Hitze? Das Gesundheitsamt informiert!

Für Donnerstag, den 17.06.2021 besteht eine amtliche Warnung vor Hitze. Das bedeutet, dass am Vormittag bereits gefühlte Temperaturen von etwa 32°C erreicht werden. Derartig große Hitze belastet den Körper und kann laut Niedersächsischem Landesgesundheitsamt (NLGA) Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung bestehender Krankheiten, einen sogenannten Sonnenstich oder einen Hitzschlag zur Folge haben. Neben der Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung gibt es einige Grundregeln, die beachtet werden sollten, um heiße Tage gesund zu überstehen.

Bei hoher Hitzebelastung gibt es einiges zu beachten. „Trinken Sie vor allem ausreichend und regelmäßig“, rät Jaqueline Eigl vom Gesundheitsamt Hameln-Pyrmont. Durch das vermehrte Schwitzen, verliert der Körper Flüssigkeit. Diese muss ihm in ausreichendem Maß zurückgegeben werden. Da der Körper mit dem Schweiß auch Mineralstoffe ausscheidet, bietet sich Mineralwasser an, auch gut in Kombination mit Fruchtsäften als Schorle. Auf ein kühles Bier sollte allerdings verzichtet werden, da der Alkohol dem Körper langfristig zusätzlich Wasser entzieht, so das Umweltbundesamt. Sehr kalte Getränke können laut Deutscher Herzstiftung zudem Magenbeschwerden hervorrufen und müssen vom Körper für die Verdauung aufgeheizt werden, was eine zusätzliche Belastung darstellt. Ebenfalls eine Belastung für den Körper sind heiße, fettige Mahlzeiten. Kleinere Portionen leichter Kost, wie Gemüse, mageres Fleisch und Fisch, sind zu bevorzugen. Wassereiche Obst- und Gemüsesorten, wie Melonen, Gurken und Tomaten, helfen dabei zusätzlich den Wasser- und Mineralstoffhaushalt auszugleichen. Für eine Abkühlung von außen eignen sich zudem kühle Duschen, ein kühles Bad oder kalte Wickel.

Insbesondere nachmittags zur heißesten Tageszeit empfiehlt das NLGA nicht direkt in die Sonne zu gehen und körperliche Aktivitäten lieber auf die frühen Morgenstunden zu verschieben. Die Morgen- und Abendstunden eignen sich nicht nur für die Bewegung, sondern auch zum Lüften der Wohnung, sofern die Außentemperatur niedriger ist, als die Temperatur innerhalb der Wohnung. Tagsüber sollten Fenster und Türen am besten mit Rollos, Jalousien oder Vorhängen abgedunkelt werden. Sollte es innerhalb der Wohnung zu heiß sein, empfehlen sich schattige Plätze draußen. Wer hat, kann den Garten oder die Terrasse nutzen, alternativ bieten sich aber auch Parks und öffentlichen Plätze an. Bitte beachten Sie, dass im öffentlichen Raum die Abstandregelungen von 1,5 Metern gelten.

Auch Ventilatoren können in den eigenen vier Wänden Abhilfe schaffen. Eine Schale mit Eiswasser davorgestellt, verteilt sich kühle Luft im Raum. Da Ventilatoren allerdings die Raumluft und damit Aerosole im Raum verteilen, steigt das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus. Daher sollte vor dem Besuch von Personen aus anderen Haushalten der Ventilator ausgeschaltet werden.

Für alle, die es nach draußen zieht, empfiehlt sich helle, luftige Kleidung, die eine Luftzirkulation am Körper ermöglicht, sodass sich keine Hitze anstauen kann. Bitte an Kopfbedeckung und Sonnencreme denken, um einen Sonnenstich und Sonnenbrand zu vermeiden. Auch wenn es bei hohen Temperaturen schwerfällt, denken Sie bitte auch an das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften, dem Öffentlichen Personennahverkehr, in Arztpraxen und anderen Einrichtungen.

Sollten Sie Medikamente einnehmen, informieren Sie sich bitte bei Ihrem Arzt oder Apotheker, ob diese aufgrund hoher Temperaturen anders gelagert werden müssen, oder eine Dosisanpassung nötig ist.

Vor allem ältere Menschen und Personen mit Herz- Kreislauf-Erkrankungen sind an heißen Tagen besonders gefährdet.  Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl, ein ungewohntes Unruhegefühl sind laut NLGA als Warnzeichen unbedingt ernst zu nehmen. Aufgrund von Kontaktbeschränkungen und/ oder der Angst sich mit dem Coronavirus zu infizieren, haben viele Menschen, gerade ältere, weniger soziale Kontakte. Informieren Sie sich bei älteren und gefährdeten Personen in der Familie und auch Nachbarschaft vorzugsweise telefonisch über den Gesundheitszustand und das allgemeine Befinden, um eine Ansteckung mit COVID-19 zu vermeiden. So kann bei entsprechenden Symptomen zeitnah Hilfe und medizinische Versorgung angeboten bzw. bereitgestellt werden.

 „Sollten Sie bei sich oder anderen Menschen die genannten Beschwerden feststellen, kontaktieren Sie einen Arzt, den hausärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116117 oder direkt den Notruf 112“, so Eigl.