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25.11.2021

Baumaßnahmen für den Dokumentations- und Lernort Bückeberg beendet

Pressemitteilung 24.11.2021 Baumaßnahmen für den Dokumentations- und Lernort Bückeberg beendet Das auf dem Bückeberg in Emmerthal bei Hameln von 1933 bis 1937 jährlich veranstaltete „Reichserntedankfest“ gehörte zu den größten Massenveranstaltungen des Nationalsozialismus. 2018 gründete der Landkreis Hameln-Pyrmont zusammen mit dem Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. eine gemeinnützige GmbH zur Realisierung eines Dokumentations- und Lernortes. 

Nun wurden die sechsmonatigen Baumaßnahmen, die in Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege erfolgten, beendet. „Es war immer zentral, dass nur sehr zurückhaltend in das Gelände eingegriffen wird. Dies ist aus meiner Sicht gut gelungen“ bilanziert der Historiker Bernhard Gelderblom, der sich seit Jahrzehnten für einen angemessenen Umgang mit dem historischen Ort einsetzt. Sowohl die Inhalte der Dauerausstellung wie auch das Gestaltungskonzept beruhen wesentlich auf seinen Vorarbeiten.

Die Detailplanung erfolgte auf Grundlage des prämierten Entwurfs der AG Jung|Ermisch|Dröge+Kerck durch die Landschaftsarchitekten kerck+partner aus Hannover. Über die Fläche verteilte Infotafeln zeigen, wie die Massenveranstaltungen der NS-Propaganda dazu dienten, medial verwertbare Bilder einer „Volksgemeinschaft“ zu inszenieren, die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben und die Deutschen auf den Krieg vorzubereiten. Zur Ausstellung gehören im oberen, barrierearmen Bereich eine Kurzfassung der im Gelände verteilten Inhalte, ein Tastmodell und Tafeln in leichter Sprache. „Die Realisierung des Dokumentations- und Lernortes wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung des Bundes, der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, der Stiftung Niedersachsen, der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der Klosterkammer Hannover“, betont der Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont Dirk Adomat. „Am Bückeberg wird nicht nur das historische Geschehen dokumentiert, sondern auch die Frage aufgeworfen, warum so viele Menschen den Nationalsozialismus unterstützten und was daraus zu lernen ist. Massenmanipulation, Mitläufertum und ein fehlgeleiteter Wunsch nach Zugehörigkeit, der sich aggressiv gegen andere richtet, bleiben leider aktuelle Themen“, so Adomat abschließend. Der Dokumentations- und Lernort Bückeberg kann ab sofort eigenständig besucht werden. Wer Interesse an weitergehenden Informationen oder einer Begleitung durch die Dauerausstellung hat, kann sich gerne an kontakt@bueckeberg-ggmbh.de wenden.

Dokumentations- und Lernort Geschäftsführer:
Alexander Remmel 
Bückeberg gGmbH
Telefon +49 (0)5151 948251 
Sedanstr. 11
31785 Hameln
www.bueckeberg-ggmbh.de